Milchstraßenbearbeitung – Weißabgleich

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Heute geht es, wie die Überschrift „Milchstraßenbearbeitung – Weißabgleich“ schon verrät, um den richtigen Weißabgleich bei der Milchstraßenbearbeitung! Ich weiß, dass es viele Wege gibt, die nach Rom führen, hier stelle ich euch jedoch meinen Weg vor 🙂

Milchstraßenbearbeitung – Wie finde ich den richtigen Weißabgleich vor Ort

Der „richtige“ Weißabgleich vor Ort ist für die spätere Bearbeitung nicht wichtig, er hilft aber dabei, schon im Kameradisplay das zu sehen, was ihr sehen wollt, nämlich die Milchstraße! Stellt den Weisßabgleich dazu am besten zwischen 3300K und 4500K ein. Dieser Wert ist je nach Bedingungen unterschiedlich! Je lichtverschmutzer eine Umgebung ist, desto niedriger muss dieser sein, damit ihr die Milchstraße schon in der Kamera schön erkennt. Auf den Bergen ist 4500K ein recht guter Wert, in der Nähe einer Stadt 3300K.

Zur Not könnt ihr auch auf die Kameraautomatik beim Weißabgleich vertrauen, die liefert bei den heutigen Kameras meistens einen relativ passenden! Und falls dies nicht so ist, wir müssen eh in der Nachbearbeitung alles ändern, also don’t worry :).

Milchstraßenbearbeitung – Der Weißabgleich im RAWKonverter

Egal welchen RAW-Konverter ihr verwendet, den Weißabgleich könnt ihr immer im Nachhinein ändern! Ich zeige euch das hier am Beispiel von Lightroom (Photoshop ACR ist synchron dazu).

Es wird heute um dieses Bild gehen, bei dem ich bewusst einen falschen WA in der kamera gewählt habe, nämlich 6000K. Wer bisher aufmerksam war, weiß, dass dieser, da wir uns in der Nähe einer Stadt befinden, eher bei 3300K hätte liegen sollen 🙂

Sony A7, ISO6400, 25mm, f2, Weißabgleich 6000K

Bevor ihr irgendetwas am bild verändert, stellt ihr den Weißabgleich ein, dies ist wichtig, sonst funktioniert folgende Methode nämlich nicht mehr! Ihr geht wie folgt vor.

Ihr setzt den Regler Dynamik und den Regler Sättigung auf +100. Dadurch schaut das Bild jetzt ziemlich „krass“ aus.

Dynamik und Sättigung auf +100

Nun schiebt ihr den Weißabgleich beim Regler Temperatur so hin, dass in etwa die Hälfte des Himmels blau, die andre Hälfte Orange ist.

Als nächstes müssen wir uns noch um die Tönung kümmern. Da es normalerweiße am mitteleuropäischen Himmel kein grün im Himmel gibt, eliminieren wir dieses, indem wir den Regler solange Richtung magenta schieben, bis das grün nahezu verschwunden ist (am Polarkreis mit seinen polarlichtern wäre das allerdings kontraproduktiv 😉 ).

Nun haben wir es fast geschafft. Als letztes setzen wir Dynamik und Sättigung wieder auf 0, und haben somit den richtigen Weißabgleich für unser Milchstraßenbild gefunden 🙂

Wie wir nun weiter vorgehen um die Milchstraße zu pushen, seht ihr im nächsten Beitrag 🙂

Wer mag, kann sich auch gern nochmal bei mir umschauen 🙂 https://www.facebook.com/landscapesbynmps/

Grüße, Euer Nicolas

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