Milchstraßenbearbeitung – leichte RAW Entwicklung

Browse By

Nachdem wir nun also wissen, wie wir den korrekten Weißabgleich einstellen, widmen wir uns bei der Milchstraßenbearbeitung der normalen RAW-Entwicklung in Lightroom (Photoshop ACR synchron)

Milchstraßenbearbeitung – wie gehen wir vor

In der Nacht fehlt vor allem eines … nämlich Kontrast! Denn Sternenlicht hat nur 0,001Lux, und diese Sterne sind auch noch relativ gleichmäßig über dem Himmel verteilt. Das bedeutet, wir müssen für den Himmel zuallererst mal den Kontrast erhöhen. Dies machen wir zuallererst mal mit der Gradationskurve, die wir zu einem leichten S formen. Dabei heben wir den Schwarzwert leicht an (auf 5-10%)(wenn es nötig ist, kann man vorher noch die Profilkorrektur für das Objektiv aktivieren, je nach Objektiv ist dies mehr oder minder ratsam).

leichte S-Kurve der Gradationskurve

Nun ist der Untergrund ziemlich „abgesoffen“, wehalb wir die Belichtung und die Tiefen etwas nach oben ziehen! Da uns die Mitte des Bildes bei den Wolken etwas ausbrennt, müssen wir die Lichter reduzieren. Welche Werte hier genau die richtigen sind, das ist Bildabhängig, und da kann ich auch keine Angabe zu machen. Ich würde euch empfehlen da ein wenig mit den Reglern zu spielen. Mit der Zeit kommt die Erfahrung und ihr seht sofort an Hand des Bildes, welchen Regler ihr wie betätigen müsst.

Standartentwicklung

Wie ihr seht, nimmt das Bild schon etwas Form an, und die Milchstraße zeigt so langsam ihre schönen Details! Rechts im Bild seht ihr auch schön den deutlichen Smog der nächsten Kleinstadt. Um die Intensität der Milchstraße etwas zu erhöhen heben wir nun also die Farben der Straße etwas an (lila, magenta), und gleichzeitig senken wir die Farben der Lichtverschmutzung (auch dies ist wieder komplett Bildabhängig, und kann nicht als „generelle Masterlösung“ verwendet werden, man sollte es aber definitiv anpassen). Hierbei werden Sowohl die Luminanz (Helligkeit) als auch die Sättigung der Farben angepasst.

HSL-Regler

Nun widmen wir uns allein der Milchstraße … um diese noch ein wenig zu puschen, nehmen wir den Radialfilter oder Pinsel als Hilfmittel (später zeig ich euch, wie es besser geht, aber für die simple RAW-Entwicklung ist das der einzige Weg). Ich habe hier den Pinsel genommen, und die Milchstraße mit erfahrungsgemäß natürlichen Werten „überpinselt“. Achtet dabei auch auf einen geringen Fluss, so erzeugt ihr keine harten Konturen. Die Werte entnehmt ihr im Beispielbild.

Puschen der Milchstraße

Milchstraßenbearbeitung – das Schärfen

Zu Guter letzt müssen wir das RAW nun noch ein wenig nachschärfen, und etwas entrauschen, wobei ein bisschen Rauschen bei einem Milchstraßenbild nicht wirklich stört! Die Werte welche ich gerne verwende könnt ihr wieder meinem Bild entnehmen, jedoch müsst ihr diese evtl. ein wenig auf eure Kamera abstimmen.

das Schärfen und Entrauschen

Wenn wir uns nun das Vorher/Nachher Bild anschauen, sehen wir schon einen deutlichen Unterschied. Für den Anfang sollte das soweit mal reichen, für alles weiter folgt ihr den nächsten Tutorials 🙂 .

Vorher/Nachher

Da ich auch ein wenig auf euer Feedback angewiesen bin, freu ich mich jederzeit über Kritik, schließlich mach ich das nicht für mich :).

Wer mag, kann sich auch gern nochmal bei mir umschauen 🙂 https://www.facebook.com/landscapesbynmps/

Grüße, Euer Nicolas

3 thoughts on “Milchstraßenbearbeitung – leichte RAW Entwicklung”

  1. Elsbeth Stalder says:

    Danke für die tolle und so einfache Beschreibung der Bearbeitung der Milchstrasse.

    1. Nicolas Müller says:

      Danke Dir für dein Feedback 🙂

  2. Kerstin says:

    Auf der Suche nach Tipps zur Milchstrassenfotografie bin ich hier gelandet.
    Danke für die Beschreibung. Warte nun gespannt auf den nachsten Teil.

Kommentar verfassen